Es gibt im Herbst ja diese eine Zutat, an der man im Supermarkt einfach nicht vorbeikommt: Kürbis. Und ganz offensichtlich gehöre ich zu den Menschen, die jedes Jahr aufs Neue völlig vergessen, wie viele Möglichkeiten es eigentlich gibt, ihn zuzubereiten. Denn seien wir ehrlich: Meistens landet er doch wieder in der Suppe. 😅
Nicht, dass ich etwas gegen Kürbissuppe hätte. Ganz im Gegenteil! Aber irgendwann darf der Hokkaido auch mal etwas anderes erleben, als püriert zu werden.
Und genau deshalb gibt es heute Honig-Ofenkürbis auf Whipped Feta.
Die Idee dahinter ist eigentlich ziemlich simpel: Wir nehmen einen Hokkaido, schneiden ihn in Spalten, würzen ihn ordentlich und lassen den Backofen den Großteil der Arbeit erledigen. Während der Kürbis langsam weich wird und an den Rändern leicht karamellisiert, kümmern wir uns um das, was dieses Rezept für mich besonders macht: den Whipped Feta.
Falls du Whipped Feta noch nicht ausprobiert hast, solltest du das unbedingt nachholen. Im Grunde ist es nichts anderes als aufgeschlagener Feta, aber durch die cremige Konsistenz wird aus dem würzigen Käse plötzlich eine richtig schöne Basis für alles Mögliche. Und in Kombination mit warmem Kürbis? Ziemlich großartig!
Dazu kommen geröstete Walnüsse für etwas Crunch, Honig für die Süße und Granatapfelkerne, die nicht nur hübsch aussehen, sondern auch eine angenehm fruchtige Frische mitbringen. Ein paar Sprossen obendrauf und fertig ist ein Gericht, das deutlich aufwendiger aussieht, als es tatsächlich ist.
Und das Beste daran? Du brauchst weder ausgefallene Zutaten noch stundenlange Vorbereitung. Ein Backblech, einen Stabmixer und ungefähr 45 Minuten Zeit. Mehr ist es eigentlich nicht.
Also, falls bei dir auch noch ein Hokkaido herumliegt, der ursprünglich mal Suppe werden sollte: Vielleicht gibst du ihm diesmal eine andere Chance. 🎃
Warum Kürbis und Feta so gut zusammenpassen
Kürbis bringt von Natur aus eine leichte Süße mit, die beim Rösten im Ofen noch intensiver wird. Feta bildet dazu mit seinem würzigen, salzigen Geschmack einen wunderbaren Gegenpol.
Statt den Käse einfach über das Gericht zu bröseln, wird er für dieses Rezept mit etwas Milch aufgeschlagen. Dadurch entsteht eine cremige, streichfähige Basis, auf der die warmen Kürbisspalten angerichtet werden.
Für zusätzliche Aromen sorgt ein besonderes Kräutersalz (hier die Alpenblüten von Bad Reichenhaller) mit denen ich den Kürbis vor dem Backen würze. Zum Abschluss kommen noch ein paar klassische Fleur de Sel darüber.
Besonders schön finde ich dabei die Kombination mit Honig, gerösteten Walnüssen und Granatapfel. Jeder Bissen schmeckt ein bisschen anders.
Zutaten für Honig-Ofenkürbis auf Whipped Feta
Für 2 Portionen als Hauptgericht oder 4 Portionen als Beilage
Für den Ofenkürbis
- 1 kleiner Hokkaidokürbis (ca. 800 g)
- 2 EL Olivenöl
- ½ TL Kräutersalz z.B. Bad Reichenhaller Alpenblüten
- etwas frisch gemahlener Pfeffer
Für den Whipped Feta
- 200 g Feta
- 2–4 EL Milch
- optional etwas Zitronensaft
Für das Topping
- 40 g Walnüsse
- 1–2 EL Honig
- Granatapfelkerne nach Geschmack
- einige frische Sprossen
- Fleur de Sel zum Verfeinern
Zubereitung
1. Kürbis vorbereiten
Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Den Hokkaido gründlich waschen, halbieren und die Kerne mit einem Löffel entfernen. Anschließend den Kürbis in gleichmäßige Spalten schneiden.
Die Kürbisspalten auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und mit Olivenöl, Kräutersalz nach Wahl und etwas Pfeffer vermengen.
2. Kürbis im Ofen rösten
Den Kürbis für etwa 25–35 Minuten im vorgeheizten Ofen backen, bis er weich ist und an den Rändern leicht gebräunt ist.
Je nach Dicke der Spalten kann die Backzeit etwas variieren.
3. Whipped Feta zubereiten
Während der Kürbis im Ofen ist, den Feta grob zerbröseln und zusammen mit zunächst zwei Esslöffeln Milch in ein hohes Gefäß geben.
Mit einem Stabmixer cremig pürieren. Falls die Masse noch zu fest ist, nach und nach etwas mehr Milch hinzufügen, bis eine glatte, streichfähige Creme entsteht.
Wer möchte, kann noch einen kleinen Spritzer Zitronensaft ergänzen.
4. Walnüsse rösten
Die Walnüsse grob hacken und in einer Pfanne ohne zusätzliches Fett bei mittlerer Hitze kurz anrösten, bis sie angenehm duften.
Anschließend beiseitestellen.
5. Anrichten
Den Whipped Feta großzügig auf einem Teller oder einer Servierplatte verstreichen.
Die warmen Kürbisspalten darauf verteilen und mit den gerösteten Walnüssen bestreuen.
Den Honig darüberträufeln und das Ganze mit Granatapfelkernen, frischen Sprossen und einigen Fleur de Sel vollenden.
Am besten direkt servieren, solange der Kürbis noch warm ist.
Meine Tipps für den perfekten Ofenkürbis
Die Schale darf dranbleiben: Hokkaido muss nicht geschält werden. Seine Schale wird beim Backen weich und kann problemlos mitgegessen werden.
Den Kürbis nicht zu eng legen: Verteile die Spalten möglichst nebeneinander auf dem Backblech. So können sie schön rösten, statt hauptsächlich zu dämpfen.
Walnüsse unbedingt anrösten: Durch das kurze Rösten entwickeln sie ein intensiveres Aroma und passen noch besser zum Honig.
Feta erst einmal mit wenig Milch pürieren: Zusätzliche Flüssigkeit lässt sich jederzeit ergänzen. Ist die Creme dagegen zu dünn, lässt sie sich schwerer auf dem Teller verstreichen.
Erst zum Schluss salzen: Feta ist bereits recht salzig. Deshalb reichen wenige zusätzliche Salzblüten beim Anrichten.
Was passt zu Honig-Ofenkürbis mit Feta?
Ich finde, dass der Kürbis mit seiner cremigen Fetabasis auch ohne weitere Beilagen wunderbar funktioniert.
Wer daraus eine größere Mahlzeit machen möchte, kann dazu frisches Baguette oder geröstetes Sauerteigbrot servieren. Damit lässt sich übrigens auch der letzte Rest Whipped Feta wunderbar vom Teller aufnehmen.
Als Beilage passt das Gericht zu einem herbstlichen Menü oder auf eine größere Tafel mit verschiedenen kleinen Gerichten.
Kann man den Ofenkürbis vorbereiten?
Ja, zumindest teilweise.
Der Kürbis lässt sich bereits einige Stunden vorher schneiden und im Kühlschrank aufbewahren. Auch die Fetacreme kann vorbereitet und bis zum Servieren gut abgedeckt kalt gestellt werden.
Die Walnüsse kannst du ebenfalls vorab rösten.
Den Kürbis würde ich allerdings möglichst frisch backen. Direkt aus dem Ofen schmeckt er am besten, besonders in Kombination mit dem kühlen Whipped Feta.
Herbstküche, wie ich sie liebe
Für mich sind es genau solche Rezepte, die den Herbst kulinarisch so schön machen: wenige Zutaten, unkomplizierte Zubereitung und trotzdem etwas Besonderes auf dem Teller.
Und ganz nebenbei sieht die Kombination aus orangefarbenem Kürbis, weißer Fetacreme und roten Granatapfelkernen auch noch richtig hübsch aus.
Vielleicht also eine kleine Abwechslung zur nächsten Kürbissuppe? 🎃
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